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Einer unter mehreren Bösewichtern in Roald Dahls Jugend-Buch "Sophiechen und der Riese" ist der Knochenknacker-Riese. Der norwegisch-stämmige Thriller- und Kinderbuch-Autor Dahl erschrieb sich mit dieser Geschichte den Deutschen Jugendliteratur-Preis 1985.

Ein kleines Mädchen im Land der Riesen
Die Heldin der Geschichte ist das Berliner Waisenmädchen Sophie. Eines Nachts entführt Sie der Riese Guri in das Land der Riesen irgendwo in England. Ehe Sophie sich versieht, brechen aufregende Abenteuer über sie herein. Ein Glück, dass der Name Guri für "Guter Riese" steht. Die anderen Riesen gebärden sich nicht annähernd so nett. Vor allem Guris Nachbar, der Knochenknacker-Riese, ist ein schlimmer Finger. Er verspeist mit Vorliebe kleine Kinder – aber nur spanische! Die schmecken nach Spanferkel. Sophie und Guri, der einzige gute Riese im Riesenland, beschließen, dem Treiben ein Ende zu machen. Und wen bittet man in England um Hilfe? Natürlich: die Queen!

Eine Geschichte für Eltern und Kinder
Mit schwarzem Humor und absurd-komischen Einfällen eignet sich die Geschichte für Kinder ab acht Jahren. Da die acht Meter großen Unholde am liebsten Kinder fressen, lesen diese das Buch am besten gemeinsam mit den Eltern. Sonst bekommen zartbesaitete Seelen Probleme beim Einschlafen. Kindern Angst zu machen, ist jedoch nicht das Thema des Buches. Roald Dahl balanciert gekonnt zwischen lustigen Ideen und gruseligen Begebenheiten. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Die Geschichte besticht vor allem durch Sprach-Akrobatik. Der gute Riese Guri verwechselt laufend Worte und ihre Bedeutung.

Außerdem gibt's im Land der Riesen märchenhafte Dinge wie Furzelbäume, Pupsschrauber oder Kotzgurken. Ganz nebenbei erfährt der junge Leser, wie Freunde gemeinsam Probleme lösen. Sophie nimmt Ihr Leben beherzt in die Hand – und wenn sich Guri durch seine unbeholfene Ausdrucksweise in Schwierigkeiten bringt (er sagt "Eure Majonäse" zur Queen), zeigt sich, wie wichtig Bildung ist.