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Bernard Cornwells historischer Roman „Die Herren des Nordens“ ist eine gelungene Kombination aus einem geschichtlich Korrektem Hintergrund und einer spannenden und vielfältigen fiktiven Erzählung.

Das Taschenbuch verführt seine Leser hautnah in die aufregende Zeit des frühen Mittelalters im 9. Jahrhundert mit all seiner Grausamkeit, Brutalität und Rücksichtslosigkeit und zeigt trotzdem die interessanten Vernetzungen der Menschen in ihren Aberglauben, Religiosität und Ehrsamkeit.

„Die Herren des Nordens“ ist der dritte Teil von Cornwells wie Romanreihe und steht seinen zwei Vorgängern in nichts nach. In dieser Fortsetzung wendet sich Uthreds Schicksal, denn von seinem Herren verraten wird er Sklave auf einem Schiff nachdem er König Alfred zum entscheidenden Sieg gegen die Dänen verholfen hat. Nun ist er auf einer Reise in Ungewisse, aber selbst aus dieser so scheinbar Hoffnungslosen Lage kann er sich befreien und zeit somit wieder einmal seine Unerschütterlichkeit. Wenn der Roman auch nicht als absolut emotional mitreißend, romantisch und außerordentlich Spannend bezeichnet werden kann, ist er doch ein einmaliges Werk und überzeugt durch eine interesseweckende Unterhaltung. Psychologischer oder Philosophischer Tiefgang darf aber nicht erwartet werden.

Sehr gut geschrieben und mitreißend sind besonders die Kämpfe und Schlachten des rechtschaffenden Helden, sowie die Zeit seiner Versklavung. Allerdings erweckt der erste Teil des Buches den Eindruck, dass nicht so viel Blut fließt wie in den Vorgängern und der Erzählfluss etwas nachlässig geworden ist. Dies ändert sich aber schnell wenn man über das erste Stück herausgelesen hat. Überzeugend sind außerdem seine Beschreibungen der Landschaften und Städte, wobei er aber nicht unnötig ausschweift.

Besonders für Fans der historischen Romane ist das Werk sehr empfehlenswert und erntet vorwiegend positive Kritik.